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Handballtorwart
Alexander Thrun
Über zehn Jahre mach ich schon mein Ding
Zwischen den Pfosten auf der Platte in der Halle
Mit dem Wissen, ich kann nicht gewinnen
Der Großteil des Spiels zieht an mir vorbei
Für den Angriff braucht man mich nicht
Mal ausgenommen ein langer Tempogegenstoß
Oder die schnelle Mitte, kommt selten vor
So kann ich nicht gewinnen
In der Abwehr verfolgen meine Augen den Ball
Alleine im 6m-Raum wächst die Halsschlagader
Die Kommandos verpuffen im Echo
Der klatschenden Zuschauer und quietschenden Schuhe
So kann ich nicht gewinnen
Mein Einsatz beschränkt sich auf den Bruchteil von Sekunden
Eine Lücke in der Abwehr, der Angreifer springt und
Der Ball rauscht auf mich zu
Ich halte meine Knochen hin
So kann ich auf keinen Fall gewinnen
Entweder Tor oder Schmerzen
Im Gesicht, in den Kronjuwelen oder am Unterarm
Ein Wabenmuster und der Schriftzug „Hummel“
In über zehn Jahren ging es nie darum
Dass ich gewinnen muss
Beim Handball wird eingesteckt und ausgeteilt
Als Torwart bleibt´s beim Einstecken
Aber so leistet jeder seinen Beitrag
Schmerzen vergehen, Punkte bleiben und das
Wichtigste: So können WIR gewinnen! |