„Es ist sozusagen meine Babypause, denn ich werde zum zweiten Mal Vater und die berufliche Belastung hat eher noch zugenommen“, so Timmerhinrich. Warten wollte der Coach mit der Bekanntgabe seiner Entscheidung bis zum gesicherten Klassenerhalt, um nicht für Unruhe im Umfeld zu sorgen. „Ich gehe auch eher mit zwei weinenden Augen, denn die Mannschaft ist mir sehr ans Herz gewachsen und die Arbeit hat mir auch immer großen Spaß gemacht. Aber der Aufwand in der Oberliga ist doch sehr groß, sodass ich jetzt einfach kürzer treten muss.“
Damit ist nicht gesagt, ob Timmerhinrich nicht in Zukunft wieder bei dem Verein einsteigen wird, wo er vor 20 Jahren seine Trainer-Karriere begonnen hat - beim TV Dülmen. Am Samstag steht noch das Heimspiel seines Teams gegen den BSV Ostbevern auf dem Spielplan, die offizielle Verabschiedung des Trainers erfolgt dann bei der Saisonabschlussfeier der Volleyball-Abteilung.
Dass ihm die Mannschaft sehr am Herzen liegt, zeigt dass Timmerhinrich auch einige seiner Meinung nach geeignete Nachfolge-Kandidaten ins Spiel gebracht hat, „wobei ich da keine Namen nennen will.“ Die möglichen Nachfolger sollen sich der Mannschaft bei Probetrainings-Einheiten vorstellen. „Und dann kann sich das Team ja entscheiden.“
„Wir haben noch versucht, Timo umzustimmen. Aber sehr zu meinem und zum Leidwesen der Mannschaft war das vergeblich“, so Abteilungsleiter Reimund Thiele. „Jetzt wollen wir uns zusammen mit den Fans am Samstag im Spiel gegen Ostbevern gebührend verabschieden. Ich bin gespannt, wie lange Timo dem Kribbeln widerstehen kann, aber zumindest die nächsten ein bis zwei Jahre wird er nicht zur Verfügung stehen.“
Nachdem die Saison in diesem Jahr ungewöhnlich früh zu Ende geht, wird nach Einschätzung von Thiele die Trainerfindungskommission ihre Arbeit bis Ende April abgeschlossen haben. „Wir hatten erst gedacht, dass sich niemand finden würde, der die Aufgabe übernehmen könnte. Aber Dülmen ist als Oberliga-Standort attraktiv.“ Die Suche ist noch Ergebnis offen, nur ist für Thiele eins klar: „Es wird niemand sein, der Rainer Timmerhinrich kopiert.“
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