Volleyball (D1): Bronze auf dem 12. SuS Olfen Cup

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Volleyball - Nachrichten
Geschrieben von: Markus Mohr   
Montag, den 04. September 2017 um 14:08 Uhr

20170902 SuS Olfen Cup

Dülmen (mpm). Traditionell begeht die erste Mannschaft der TV Volleyballdamen die neue Saison mit dem SuS Olfen Cup als Vorbereitungsturnier. In diesem Jahr konnte im Teilnehmerfeld von zwölf Mannschaften aus der Region ein guter dritter Platz erspielt werden – ein mehr als beachtliches Ergebnis mit Blick auf den Dülmener Spielerkader. Die Zweitbesetzung konnte ebenfalls Turniererfahrung sammeln und musste sich nach einer verpatzen Vorrunde mit der roten Laterne zufrieden geben.

Als frisch gebackener Wiederaufsteiger in die Bezirksliga trat der TV nach der sommerlichen Saisonvorbereitung das erste Mal in geschlossener Formation an, um Spielerfahrung zu sammeln, das Zusammenspiel zu kultivieren und neue Positionen auszuprobieren. Auf der Grundlage eines bereits jetzt schmalen Kaders für die Saison war der TV nur mit einer Rumpfmannschaft angereist – nur sechs Spielerinnen fanden sich für den Turniertag zusammen, verstärkt durch zwei blutjunge U16-Spielerinnen. Letztere hatten ihren ersten Einsatz unter Wettkampfbedingungen auf diesem Spielniveau und mussten schnell im kalten Wasser schwimmen lernen, d.h. mit einem neuen Spielsystem und dem viel schnelleren Spiel klarzukommen.

Das Teilnehmerfeld rekrutierte Teams aus dem Olfener Dunstkreis, so fanden sich alte Bekannte wie die DJK Datteln 2 und 3, die SG Suderwich, Olfen 2, Arminia Appelhülsen, der VC Marl und die eigene Zweite im Aufgebot sowie neue Gesichter wie der VSC Dortmund, Düsseldorf und der ATV Haltern 2.

Zur Begrüßung ereilte den TV die erste Hiobsbotschaft. Im ersten Spiel der Vorrunde verletzte sich die Dülmener Außenangreiferin Lenae am Knöchel und fiel für den Rest des Tages aus. Damit wurde sofort der Druck auf die Neuzugänge erhöht, denn die Ersatzbank war sofort leergefegt und es ging ohne Pause, Auswechselung oder irgendwelche Ausflüchte zur Sache. Der Rest der Truppe integrierte die Neuankömmlinge sehr gut, schob sie auf ihre Positionen, übernahm mehr Verantwortung im Spiel und deckte die Räume ab. So verlief die Vorrunde trotz Verletzungsknick sehr erfolgreich. Der TV hatte als gesetzter Bezirksligist sehr gut zu tun, konnte den VC Marl zu 16 und 22 Punkten gut in Schach halten, während der Kreisligist Schwelm kurzum mit 15 und 10 Gegentreffern abgefrühstückt werden konnte. Hannima brillierte über die Mittenposition und lehrte die Gegner das Fürchten. Sophia fügte sich nach sommerferienbedingter Abwesenheit wieder nahtlos ins Team ein und leistete Unerwartetes in Block und Angriff.

Traditionell finden sich beim SuS Cup die Bezirksligisten in der Hauptrunde wieder. So gaben sich in diesem Jahr der ATV Haltern 2, die DJK Eintracht Datteln 2 und die SG Suderwich ein Stelldichein. Das bedeutete schwerere Gegner und nur noch Endspiele auf dem Weg zum Pokal. Der TV setzte alles auf Sieg und seine Geheimwaffe Mimil , die sich als Libera sowohl die Ehre, als auch dem Spiel als Bank in der Annahme die nötige Sicherheit gab.

Gleich gegen den ATV Haltern II als Absteiger aus der Bezirksliga aber designiertem Wiederaufsteiger gab es kein Taktieren. Es galt gleich gegen die sechs aufgelaufenen Walküren anzutreten und jeden Punkt aktiv zu erkämpfen. Man trennte sich remis - der erste Satz wurde mit 23 Gegenzählern gewonnen, während der zweite zu 20 hergegeben werden musste. Es war wieder Dülmens Glück, dass die Halterner Hauptangreiferin nach dem Abpfiff mit Tasche die Halle verließ und die anderen Gegner keine Zähler abjagen konnte.

Die bereits absolvierten Spiele zehrten an der Dülmener Kondition und Konstitution. Übersäuert und leicht ermüdet schleppten sich die TV Damen aufs Feld. Die Neuzugänge wirkten fast ferngesteuert – so viel Einsatz auf dem Niveau hatten sie bis jetzt noch nicht erlebt. Aber sie schlugen sich sehr viel besser als erwartet. Helline gelang der ein oder andere lockere Angriff über den Block hinweg unerreichbar für die Abwehr im Hinterfeld. Lulu als Dauerbrenner und Punktegarant über die Kopfposition platzierte die Angriffe nach Gutdünken. Dennoch reichte es nicht gegen die SG Suderwich. Trotz eines Spiels auf Augenhöhe wurden beide Sätze zu 25 und zu 23 abgegeben. Auch eine kurzfristig angesagte taktische Umstellung in der Annahme auf der Zielgeraden ging nach hinten los, der Satz war futsch.

Das gefühlte finale Spiel ging gegen die Lieblingsgegner aus Datteln. Eigentlich hätte der TV als Sieger aus der Begegnung hervorgehen müssen, aber Fortuna entscheid sich gegen die Tiberstadt. Die letzten Reserven wurden mobilisiert - selbst Ritschka als designierter Zuspieler war hochmotiviert, den Gegner auszuspielen, was sehr gut im Service gelang. Beim 24:23 gegen Dülmen ereignete sich ein tragischer Schiedsrichtereingriff. Mitten im Spielzug ertönte ein übermotivierter Pfiff, der TV spielte zu Ende und die Eintracht stand da wie versteinert. Der anschließende Entscheid auf Doppelfehler war vollends korrekt, hatte aber Dülmens Aufholjagt gestoppt und der Eintracht einen erneuten Satzball beschert. Der Spielfluss war unterbrochen, die Annahme ging ins Nirvana und der erste Satz war dahin.

Im zweiten Satz hieß es. „jetzt erst Recht“. Vergessen waren Müdigkeit und Muskelkater, denn nun ging es um die Ehre. In einem flotten Schlagabtausch spielten beide Teams auf Augenhöhe und trafen sich in exakt derselben Situation wie im ersten Satz beim 24:23 gegen den TV wieder. Nur diesmal lief es anders. Die Annahme versprang auf die Außenposition, das Zuspiel hatte keine Alternative und musste auf die Außenposition setzen, wo ein Küken namentlich der U16-Spielerin Mährrit lauerte. Denn mit der Unbekümmertheit der Jugend fasste Mährrit sich ein Herz und prügelt den Ball mit vollem Risiko in des Gegners Block – als gäbe es kein Morgen. Ein kleines Tänzeln auf der Netzkante und das erlösende Fallen auf der gegnerischen Seite. Ausgleich. Datteln war nun verunsichert und vertändelte seinen Aufschlag. Dülmen nahm das willkommene Geschenk gern entgegen und vollstreckte zum Satzsieg und versöhnlichem Turnierausgang.

Nach dem Spiel waren beide TV Trainer sich einig: „Wir haben selten eine so knappe Endrunde gesehen. Mit ein wenig mehr Personal von uns wäre Suderwich sicher zu knacken gewesen – und Datteln erst Recht. Alles in allem haben wir engagierte und schönes Spiele gesehen - überschattet von Lenas Verletzung. Unsere Mannschaft muss sich sicherlich nicht in der Bezirksliga verstecken und kann als ernstzunehmendes Mitglied der Liga in die neue Saison starten. Die beiden Küken haben mehr als positiv überrascht. Die werden sicherlich in der laufenden Saison zur Unterstützung gebeten werden.“

Es spielten für den TV: Lulena, Sophrieke, Hannmerit, Helemimi

 

 

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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 05. September 2017 um 06:47 Uhr
 
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