Volleyball (D1): TV Damen unterliegen dem Tabellenführer

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Volleyball - Nachrichten
Geschrieben von: Markus Mohr   
Donnerstag, den 26. Oktober 2017 um 14:10 Uhr

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Dülmen (mpm). Am fünften Spieltag auswärts unterliegen die TV Volleyballdamen der SG Coesfeld 06 klar mit 1:3 (13:25; 17:25; 25:23; 20:25). Die Kreisstädter orientiert sich bereits zu Beginn der jungen Saison an der Tabellenspitze und untermauern ihren Führungsanspruch. Der TV verkauft sich sehr gut mit einer ausgenommen dünner Spielerdecke und findet sich nach den Begegnungen mit dem gesamten oberen Tabellendrittel auf Platz vier im Mittelfeld wieder.

Gleich zu Beginn der Begegnung wirkte der TV in Ehrfurcht erstarrt. Die ersten Ballwechsel noch auf die leichte Schulter genommen und ohne Not vergeben, misslang dem TV die Spieleröffnung. Coesfeld musste sich nicht ins Zeug legen – eigentlich nur die Spielzüge per moderatem Aufschlag eröffnen und Dülmen sorgte schon für den Abschluss im Netz oder Aus. Als es Zeit wurde, sich auf die Aufgabe zu konzentrieren, half auch Gewalt nichts, denn der Rückstand und damit der Satzverlauf von 0:11 waren besiegelt. Und davon erholte sich der TV auch nicht mehr, sprang noch auf den Punktezug auf und lief der SG nur noch hinterher, die selbst nur bemüht war, den Abstand zu halten. Ein zwischenzeitliches 12:22 bescheinigte das erfolgreiche Handeln auf beiden Seiten, aber an ein Aufholen aus TV Sicht war nicht mehr zu denken.

Im zweiten Satz waren von Beginn an die Messer gewetzt und die Blicke geschärft. Der TV lag gleich glücklich mit 7:4 vorne, um dann wieder einzubrechen. Coesfeld setzte auf seine überlegene Diagonalspielerin, die einfach über Dülmens provisorischen Mittelblock schlug. Die erste oder auch zweite Abwehr fischte der TV aus dem Feld und hielt sich im Spiel halten, aber spätestens beim folgenden Mal war die Messe gelesen. So stemmte sich Dülmen gegen den weiteren drohenden Satzverlust, war beim 16:18 noch mitten im Geschehen, bevor die SG eine weitere Annahmeschwäche nutzte, sich mit 23:16 davonschob und den Satz ungefährdet beendete.

Im dritten Satz musste etwas geschehen. Der TV stand mit dem Rücken zur Wand und setzte nun auf das offene Visier. Mit zwei weiteren Positionswechseln wurden nun die stärksten Angriffsspieler über Außen eingesetzt, um die SG gleich beim ersten Ball unter Druck zu setzen und im eigenen Aufbau zu behindern. Der TV musste aber auch erhöhtes Risiko gehen, da dies gleichzeitig die Entblößung der eigenen Flanke im Mittelblock und auf der Diagonalen bedeutete. Mit viel Kampfgeist und ein wenig Glück des Tüchtigen ging die Strategie auf. Coesfeld wunderte sich, nicht wie gewohnt aufbauen zu können, leistete sich nun hie und da mal eigene Fehler, so dass beim 15:15 immer noch ein Remis auf dem Papier stand. Da schien der Coesfelder Trainer bereits gewusst zu haben, was die Stunde geschlagen hatte, denn er nahm seine letzte Auszeit bei eigener Führung zu 19:18, um seine Damen darauf einzuschwören, den TV nun endlich final zu schlagen. Aber das war eine Rechnung ohne den Wirt. Eingeläutet durch eine platzierte Aufschlagserie von Kapitänin Pia Zahlten gelangte der TV auf die Siegerstraße und schob sein Näschen vor der SG über die Ziellinie.

Im vierten und damit letzten Satz hatte der TV sein Pulver verschossen. Ohne Auswechselmöglichkeit auf TV Seiten war die Luft schnell raus, während die SG mit voller Ersatzbank ein munteres Stelldichein an der Seitenlinie veranstaltete, um immer wieder frische Spielerinnen zu präsentieren. Bis zum 10:10 Remis konnte der TV noch gut mithalten, ab da gelang es der SG immer zwei Punkte zu machen, wenn der TV im Gegenzug nur einen einzigen ergatterte. So stand es schnell 13:20 – selbst ein letztes Aufbäumen bescherte nur eine milde Ergebniskorrektur, so dass der TV in die Niederlage einwilligen musste.

„Sehr tragisch ist natürlich die verletzungsbedingte Absage unserer Mittelspielerin heute Morgen vor Abfahrt. So mussten wir umstellen und haben quasi ohne Mitte gespielt“, resümierten die Dülmener Trainer den Spieltag, „es ist jetzt noch erstaunlich, dass Coesfeld das nicht durchschaut und entsprechend reagiert hat. Eigentlich hätten die uns eintüten müssen. So bewerten wir den gewonnenen Satz ganz besonders und senden unsere besten Wünsche nach Merfeld zur alsbaldigen Genesung.“

Es spielten:

  1. Wie, Mitte?
  2. Wie, ich auch Mitte?
  3. Wie, ich jetzt außen?
  4. Wie, ich jetzt endlich wieder außen?
  5. Wie, ich diagonal – ist das Dein Ernst?
  6. Zumindest bleib ich wo ich bin.
  7. Ich darf nichts anderes, würde aber wohl.
 

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