Volleyball (HM2): Beach-Turnier Borkum 2017

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Volleyball - Nachrichten
Geschrieben von: Markus Mohr   
Dienstag, den 01. August 2017 um 09:20 Uhr

20170729 Borkum header

Borkum (mpm): Seit 1994 jährt sich das größte deutsche Freiluftturnier im Beach-Volleyball ausgerichtet vom Nordwestdeutschen Volleyball-Verband (NWVV) zum 24. Mal. In diesem Jahr konnte sogar der Rekord an Wochenendteilnehmern gebrochen werden, denn 1100 Volleyballverrückte überfielen die kleine Nordseeinsel Borkum.

 

Schon fast generationenübergreifend traditionell stellt der TV Dülmen zumindest ein Team - in diesem Jahr für den Quadro-Mixed Wettkampf im Feld von 116 Mannschaften gebildet aus der Hobby Mixed 2 und ansehnlich verjüngt durch aktive und ehemalige Spielerinnen der Damen 1.

Die Anreise am Freitag stand wie immer unter einem guten Stern. Zwar unausgeschlafen, aber pünktlich traf sich die illustre Runde zeitig und begab sich auf große Fahrt ohne nennenswerte Verzögerungen bis zum Fähranleger - getreu dem Motto: den Naiven gehört die Welt. Denn das zweite Kfz von Bösensell gestartet durfte bereits die erste Umleitung auf der A31 erleben und das nachmittags nachfolgende Gefährt genoss unentspannte 90 min Wartezeit durch Vollsperrung, was zum Verpassen der geplanten Fähre und verkürzter Party-Vorbereitung durch die erheblich verspätete Ankunft führte.

Das traditionelle Frühstück auf der Fährfahrt musste erstmalig unter Deck eingenommen werden, da Poseidon in Eemshaven bereits die Himmelsschleusen öffnete und den unvorsichtigen Reisenden ein Wochenende in nassen Klamotten bescherte. Wohl dem, der sich unterzustellen weiß.

Auf der Insel änderte der Wettergott die Spielregeln und tauschte Regen gegen den Wind. Der Zeltaufbau am Strand musste mit vollem Körpereinsatz vollzogen werden, um die stofflichen Einzelteile mit vereinten Kräften zumindest grob aufgebaut zu bekommen. Wohl dem, der Sandheringe und eine Sonnenbrille mitgebracht hatte. Lobend zu erwähnen ist Uli an dieser Stelle, der gegen die einmalige Benutzung seiner Luftpumpe ohne Gewissensbisse von den bereits alkoholisierten Zeltnachbarn den Ablass von 2 l Bier erhandelte. Mit Abschluss der Aufbauarbeiten legte sich auch der Wind, der Himmel riss auf und die illustre Reisegesellschaft genoss einen sonnigen Nachmittag am Sandstrand.

Spielerisch traf der TV im Feld von 116 Teams in der Vorrunde auf vier (plus einen) Gegner – letzterer war eine Truppe der Aufbauhelfer Erfurt, die sich nach zwei erlittenen Niederlagen schnell wieder trollten. Der TV zeigte mittelmäßige Leistung, bügelte die Sandhasen, erreichte ein Remis gegen die Los Laeros und musste sich mit einem knappen 0:2 gegen die Big Blocks geschlagen geben. Alles in allem ein 3:3 an Sätzen gereichte zum 2. Platz in der Vorrunde und damit zu einer Hauptrunde unter „ferner liefen“. Sicherlich trug der Seitenwind – Aufschläge von oben waren fast unmöglich im Feld zu platzieren, die jämmerliche Netzhöhe von knapp zwei Metern und das Handicap der vergangenen Partynacht dazu bei, keine perfekte Leistung abrufen zu können. So konnte ruhigen Gewissens der spielerische Fokus in einen genußgesteuerten, konsumhaften umgestellt werden, sprich sich auf die allabendliche Party vorzubereiten.

In der sonntäglichen Hauptrunde brillierten die Dülmener Hobbies und holten das maximal mögliche in der Platzierung heraus. Im Wettstreit um die Plätze 25-36 gelang es, die Schönen Namen und den SG Lintorf II mit jeweils 2:0 in Schach zu halten – nicht zuletzt, da es die Dülmener verstanden, den Wind am besten zu nutzen. Zum Beispiel war ein von Christa geschlagener Aufschlag die Linie entlang bereits zwei Meter im aus, bevor eine Windboe ihn doch noch ins hintere Eck platzierte. Der Spielmodus wurde von lehrbuchhaftem Spielaufbau zu Annahme und schnell-weg-die-Kirsche umgestellt, um dem Gegner so schnell wie möglich das Problem Ball im Wind zu präsentieren.

Mit Blick in die ausdruckslosen Gesichter und fahrigen Blicke der Spieler, die sich bereits das allmorgendliche Frühstück im Festzelt geklemmt hatten, welches noch wenige Stunden zuvor Stätte zügellosen Tanzens und ausgelassenen Feierlichkeit gewesen war, hätte man keinen Pfifferling auf diesen Spielausgang gegeben, dennoch ruft die jugendliche Rekonvaleszenz immer wieder das Erstaunen der Altvorderen hervor.

Der Kreuzvergleich mit der der Nachbargruppe, das Duell mit der gefürchteten Formation „Bier“ bestritt Uli im High-Noon Modus allein. Aufgrund der vorangeschrittenen Zeit – die Fähre wartet nicht – einigten sich die Kontrahenten auf den Showdown im Schnick-Schnack-Schnuck. Einer weisen Eingebung folgend wählte Uli messerscharf die Schere und deklassierte des Gegners Papier im Handumdrehen. Spiel, Satz und Sieg. Die Mannschaften beglückwünschten sich gegenseitig für das besonders faire, aber ehrgeizige Auftreten im Duell.

Größter Respekt gilt allen Dülmener Teilnehmern an dieser Stelle, die sich ordentlich zusammengerissen und guten sportlichen Einsatz gezeigt haben. Wer feiern kann, kann auch spielen!

Das TV Teilnehmerfeld erstreckte sich über:

  • Trotz Hinkefuß kann man trotzdem feiern gehen.
  • Wenn nichts mehr geht gilt: einfach schwimmen, einfach schwimmen.
  • Nutellaessen geht zur Not auch ohne Messer
  • Ja ich nehme den Hut ja ab.
  • Zwei Liter Amsel ist doch was.
  • Ich werde verrückt. Den Burschen kann man fünf Mal am Tag umziehen.
  • Wasser zieht mich magisch an.
  • Ich bin die Schiedsrichterkönigin.
  • Nein, ich hab diesmal die weiße Hose nicht dabei.

 

 

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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 01. August 2017 um 09:21 Uhr
 
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