Volleyball (HM2): Der Meister 2016/17 heißt TV Dülmen 2

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Volleyball - Nachrichten
Geschrieben von: Markus Mohr   
Montag, den 13. Februar 2017 um 11:41 Uhr

20170211 VB HM Meisterfoto mini

Team TV Hobby Mixed II im Meistertrubel

Dülmen (mpm). Am vorletzten Spieltag der Hobbymixed Volleyballer in der BFS Westfalen Nord Coesfeld Kreisliga A macht die Zweitbesetzung des TV Dülmens alles klar. Mit dem Verweisen ihre Gegner SG Coesfeld 06 I mit 2:0 (25:23, 25:12) sowie den DJK VfL Billerbeck mit 2:0 (25:10, 25:11) auf die Plätze läßt sich die TV Sekunda frühzeitig zum Meister 2016/2017 krönen. Mit zwei verbliebenen Spielen am allerletzten Spieltag, damit noch vier sechs (Danke Timo) zu vergebenen Zählern und jetzt bereits zehn Punkten Vorsprung vor der Prima des TV Dülmens ist der TV Reserve die Meisterschaft heute nicht mehr streitig zu machen.

Aber auch am etatmäßigen Meister der letzten Jahre nagt der Zahn der Zeit. So reduzierte sich in der laufenden Saison die Anzahl der Aktiva auf recht regelmäßige acht Spieler, die zwischenzeitlich durch körperliche Malessen gezeichnet vereinzelt das Handtuch hatten werfen und dem aufbegehrenden Gebrechen Tribut hatten zollen müssen. Dies galt weniger dem juvenilen Weibsvolk, was eher durch ein Übertrainieren dem gestählten Muskelapparat zu viel abforderte als den alternden Silberrücken, die das eine oder andere Zipperlein nicht mehr zu unterdrücken vermögen.

20172011 Tabelle HM

Tabelle am vorletzten Spieltag - TV HM II uneinholbar

So konnte die TV Prima unlängst unseren Meisterlichen einen Satz im Duell abtrotzen und damit der Sportwelt im Kreis vor Augen führen, dass die legendengleiche Unbesiegbarkeit doch irdisch und damit endlich sei. Auch im Kräftemessen mit der Prima der Kreisstädter war es zu Beginn allzu knapp, aber davon gleich mehr. Dem Nimbus der spielerischen Perfektion innehabend, jahraus jahrein ohne auch nur den kleinsten Makel auf der blütenweißen Satz- und Punkteweste wandelnd, unterwarfen sich die Gegner bereits vor dem Anpfiff und hofften auf zumindest zweistellige Punkteausbeute nach der Rasur durch die TV Sekunda. Aber das scheint nun zu bröckeln. Noch stehen die Mauern von Jericho, firm und fest und trotzen jedem Ansturm, aber die neu erstarkten Widersacher begehren auf und legen bereits ihre sonoren Hörner bereit (Billerbeck allen voran mit „NANANANANENANANA“). Auch das zeigt nicht zuletzt die Verwundbarkeit des meisterlichen Spielgefüges und damit die Menschlichkeit der Protagonisten.

Zu den Spielen: Gegen die SG Coesfeld I sollte sich im ersten Satz ein Spiel biblischen Ausmaßes abzeichnen. In der Region gilt Coesfelds Prima spielerisch ihrer Sekunda unterlegen – gleiche Verhältnisse wie im Dülmener Lager. Nicht so heute, denn die SG I erlebte seine wahre Sternstunde. Von Zurückstecken keine Rede, keine dusseligen Fehler im Spiel sondern klarer Spielaufbau gepaart mit agiler Feldabwehr und den dazu gehörigen Angriffen. Respekt. Das passte perfekt, denn die TV Sekunda spielte nach dem Anpfiff den Turmbau zu Babel nach – natürlich nachdem der Allmächtige Einfluss auf das bunte Treiben auf dem Feld genommen hatte. Nichts ging zusammen. Unterstützt durch mannigfache Trainingsabsenz und die damit einhergehende mangelnde Abstimmung gin es zu wie im Hühnerstall, nachdem der Fuchs sein Gesicht gezeigt hatte.

Die Annahme der sonst sicheren Recken versprang, Christa haderte mit ihrer Körperspannung, Timo schluderte ungewohnt in seiner Ballpräzision, Klaudia ließ sich aus dem Spiel nehmen und Erpse suchte im Angriff die Netzkante – die untere versteht sich. Alles zusammen zu fehleranfällig und viel zu ungefährlich. So konnte die SG mithalten und den TV mit 23:23 und eigenem Aufschlag vor fast vollendete Tatsachen stellen. Mit dem Rücken an der Wand siegte aber doch die Erfahrung und der TV konnte die 2. Satzniederlage der Saison knapp abwenden.

Im zweiten Satz lief dann alles wieder wie gewohnt. Während die SG I noch die knapp verpasste Auferstehung des goldenen Kalbes feierte war der TV schon wieder zum gelobten Land aufgebrochen. Die ausgetretenen Laufwege waren wieder freigelegt, die Recken sprangen wieder und schlugen am Block vorbei, die SG I erlaubte sich wieder seine Annahmeschwäche – nicht zuletzt initiiert durch Christas Servicegemeinheiten gewürzt mit einer Prise Häme und im Abgang kaschiert mit verschmitztem Lächeln. Die SG I war schnell abgefrühstückt und ging mit zwölf eigenen Zählern auf dem Konto zunächst in die Kabine und dann auf den Schiedsrichterbock.

Als nächster Gegner stellte sich Billerbeck den getreuen Tiberstädtern in den Weg. Das Heer der hochgewachsenen Recken ward ausgehoben, über den Hügel marschiert und brannte allen Warnungen zum Trotze auf die verheißungsvolle Konfrontation. Den Schrecken prophezeiend (das Einschlagen lief wider Erwarten sehr gut) wollte die Sekunda das Unheil noch von der kleinen Johannis-Gemeinde abwenden, aber der Ortsvorsteher wollte den TV nicht ziehen lassen.

Mit gefühlt allmächtigem Segen beschwor der TV die Urgewalten herauf und entsandte nun die zehn Plagen über das Billerbecker Land. Das sonst zur Labsal gereichte Wasser der Auszeit färbte sich blutrot, die Frösche entfleuchten den Feuchtgebieten, Stechmücken beschworen Krankheit bei Mensch und Tier herauf. Und Hagel verödete die Ernte. Was der Sturm übrig gelassen hatte, das machen die Heuschrecken den Erdboden gleich. Finsternis legte sich über das Land. Aber die Erstgeborenen blieben verschont, allerdings ging es den Erstgeschmierten (Brötchen) alsbald nach Abpfiff an den Kragen. So wurde über den VfL hinweggefegt. Einmal zehn und elf Punkte wurden im Gefecht liegengelassen, bevor der TV den Spieltag mit zwei Siegen beschließen konnte und vier Sätzen im Gepäck heim ins Reich reisen konnte.

Für den TV spielten:

  1. Ich glaub ich bin verliebt.
  2. Wenn ihr mich nicht so jagt, dann mach ich auch meinen Job.
  3. Manno. Ich will doch nur schön, aber ohne Körperspannung ist nix schön.
  4. Ich brauch zwei Sätze Anlauf, dann klappt das auch mit dem Angriff.
  5. Ach so zwischen den Stühlen schau ich mir den Ballwechsel gern an.
  6. Auch ich kann den Riesen blocken
  7. Manchmal geht echt nix zusammen.
  8. Zum Glück wurde ich heute mal nicht angebrüllt.

20170211 VB HM Meister 2 mini

Trikotvorschlag für die Meisterfeier ;-)

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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 15. Februar 2017 um 09:10 Uhr
 
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