Volleyball (HM2): Der Meister behält die weiße Weste

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Volleyball - Nachrichten
Geschrieben von: Markus Mohr   
Montag, den 19. März 2018 um 14:30 Uhr

20180317 VB HM2 Meister 2018

Fast schon ein Evergreen

Dülmen (mpm). Der bereits amtierende Meister TV Dülmen 2 der BFS-Westfalen Nord Kreisliga A bestätigt die Tabellenspitze, behält seine blütenreine Weste in den Begegnungen mit der roten Laterne SC Blau-Weiss Ottmarsbocholt beim 2:0 (25:10; 25:9) und die Nase im Derby mit der Prima vorn beim 2:0 (25:20; 25:12). Wenngleich es in einigen Begegnungen über die Saison knapp wurde und die Secunda auch mal in die Verlängerung gehen musste, so spielte das Team um Ersatzzuspieler Ulrich Marx eine perfekte Saison mit 12 Spielen, 24 Sätzen und 36 Punkten. Hinten steht halt die Null.

Nachdem die Prima freundlicherweise Ottibotti zu 8 und zu 15 weichgekocht hatte – das Team aus der Davertstadt trat ungewöhnlich mit nur zwei Herren und vier Damen auf das Parkett – ging es gegen die Secunda. Der TV startete wie gewohnt holprig, musste man sich erst wieder an die sechser Formation gewöhnen und zurechtfinden. Aber das dauerte nicht lange. Uli durfte sich als Zuspieler verdingen, um die restlich angriffsfreudige Schar zu bedienen, so dass Christiane in die Mitte rutschte. Nun war die Startaufstellung damit fix als klassische westfälische Reihe: Jungs am Netz und die Damen (zunächst) auf der Rückbank.

Erpse hatte seinem Körper bei den akribischen Vorbereitungen zum Ironman im Kirchspiel zu viel zugetraut, die Wade machte schon vor Spielbeginn zu und ließ sich auch nicht zur etwaigen Kooperation erweichen. Selbst heilende Bösenseller Hände und viel Klebeband konnten nur die Spielfähigkeit wiederherstellen, so dass Bein Godik auf dem Platz am Netz nur ausgesuchte Leckerbissen vorgesetzt wurden. Diese wurden dann aber gern degustiert.

Es entwickelte sich ein Aufschlagspiel – Ottibotti hatte sich anscheinend bundesligareif vorbereitet und war ständig zu weit vorn positioniert. Diesen Umstand nutzten die Dülmener schamlos und zwangen die Daverter bei der Annahme zu gedreht gesprungenen Pirouetten, was ihnen beim Kampfgericht wohlwollend Punkte in der B-Note einbrachte, aber den Ball zumeist unspielbar hinter die Grundlinie katapultierte. Wenn sich dann einmal ein Ball nach vorn verirrte und wohlmöglich nach außen zugespielt werden musste, so schaukelte sich offenbar das geballte Ausatmen des TV Blocks zu einem solchen Gegenwind auf, dass der geschlagene Angriffsball schnell seinen Drive verlor und es nicht mal bis zum Netz schaffte.

Zwischenzeitlich hatten sich die TV Herren eingespielt und die erste bewegungsinitierte Transpiration über die Kopfhaut abgesetzt, so dass die Schiedsrichterbank zufrieden konstatierte: „Jetzt haben sie ‘ne Sturmfrisur, jetzt läuft‘s“. So gingen beide Sätze unspektakulär zu 10 und 9 Gegenpunkten ins TV Lager über – eine Formsache, denn nun ging es gegen die Prima. Auf der Zielgeraden machte sich Sicherheit breit, denn drei Bälle vor Abschluss positionierte sich Klein-Timo strategisch im Türrahmen und mimte schweigend den Vorboten für das rechtzeitig gewichtige Eintreffen des Altvorderen.

Für das Derby wurde alles aufgefahren, was ging. Egge und Iris waren in der ersten Begegnung des Spieltages geschont worden und konnten nun kraftstrotzend ihr ausgeruhtes Können unter Beweis stellen. Die Sekunda konnte ihre Aufstellung nach dem pünktlichen Eintreffen ihres Steuermanns wieder abändern und Erpse zum Wundenlecken und Wadenreiben auf die Ersatzbank ins Trockendock betten.

Im ersten Satz sollte nichts anbrennen. Die Sekunda war warmgespielt und entließ sofort Druck vom Kessel in Form von gepfefferten Angriffen und giftigen Aufschlägen. Als die Prima sich erst primär gefunden hatte, Segel setzte und sich anschickte, das Brackwasser des Heimathafens zu verlassen, hatte die Sekunda bereits die erste Wendemarkierung passiert und kreuzte schon vor dem Wind. Die Prima machte noch Boden gut, setzte voll auf ihr Flaggschiff Egge im Service und konnte noch Anschluss halten. Vorn am Netz positionierte sich Bernd als heute einzig ernstzunehmende Spitze in der Mitte, die es gelegentlich auch mal scheppern ließ, wenn der zugespielte Ball in die Reichweite seiner Takelage gelang. Auch Pfitze – wie immer ein klassisch ambitionierter Pfrund des Ehrgeizes machte seine Punkte über die Außenposition, aber das insgesamt reichte nicht. Die Prima musste noch den Schiffsrumpf lenzen während die Sekunda bereits die Zielboje erreicht und dabei 20 Gegenpunkte hatte liegen lassen.

Ein denkwürdiger Moment ereignete sich im zweiten Satz als Timo unterm Netz raunte: „Pfitze, Du bist raus.“ Vielleicht nicht ganz unbeabsichtigt, aber sicher in der Gesamtheit der Situation im Unklaren gelassen, geriet der Kommentar in den falschen Hals und blieb da vorerst stecken. Glücklicherweise konnte Martin die Situation schnell klären hatte er sich im Rücken bereits unbemerkt vom Außenangreifer in der Wechselstube positioniert und fieberte seinem Einsatz entgegen. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

Und eine weitere bedeutsame Szene ereignete sich danach: Im Spielverlauf entschied sich Egge im Namen des Schiedsgerichtes vorzeitig auf die eklatante Verfehlung einer Doppelberührung, identifiziert auf der Gegenseite, und manifestiert diesen Entschluss durch Terminierung des Spielzuges, nämlich dem sauberen Fangen des Balls. Nach kurzer Diskussion wurde dem Antrag allgefällig und wohlwollend stattgegeben, wenngleich die Verfahrensweise vollends konträr zu den Maximen steht, die der Jugend verzweifelt eingebläut werden: „Es wird so lange gespielt bis der Schiedsrichter pfeift.“ Aber beim Hobbyspiel galten immer andere Gesetze und die Kirche blieb einfach da, wo sie hingehört, nämlich im Dorf.

Es spielten für die Sekunda:

  1. Als Schauspieler darf man sich einen genehmigen.
  2. Auch in der westfälischen Reihe mache ich eine gute Figur
  3. Die Hüfte hält
  4. Oh nein, ich hab doch noch Crème drauf gemacht
  5. So nicht, mein Freund Bernd
  6. Heute scheppert es in allen Lebenslagen
  7. Wir sind so fett! Ähem heiss wie Kettenfett.
 

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